Christian Popkes - Bilder, Werke und Fotografie Christian Popkes

Christian Popkes


Hintergrundinformationen zu Christian Popkes

Einführung

Christian Popkes große Leidenschaft für die klassische Fotografie findet in den urbanen Landschaften von New York City einen optimalen optischen Resonanzboden. Der Hamburger Fotograf und Initiator vieler fotografischer Projekte zeigt die Wahrzeichen Manhattans auf eine inspirierende Weise, die sehr erstaunt. Einerseits führt er uns allzu Bekanntes und häufig Gesehenes in klassischer Manier erneut vor Augen. Andererseits spricht aus den Bildern etwas absolut Aktuelles, das sich deutlich von den historischen Vorbildern und den oft abgelichteten Motiven abhebt. Es ist, als führte uns der Fotograf zunächst absichtsvoll in die Vergangenheit, um uns dann unversehens in der Gegenwart auftauchen und die Stadt mit neuen Augen sehen zu lassen.
Die Schwarzweiß-Fotografien sind stark kontrastiert, was die ungewöhnliche und zeitlose Stimmung der Bilder erheblich verstärkt und zu einer kraftvolle Atmosphäre führt. Strukturen, Formen und die typisch geradlinigen Texturen Manhattans treten deutlich hervor. Durch extrem hohe Brennweiten gelingt ihm ein flächiges kompositorisches Ensemble aus Manhattan Bridge und Empire State Building, deren architektonischen Parts wie digital zusammengefügt und optisch nachbearbeitet wirken, was sie aber nicht sind. Auch die extremen Luftaufnahmen auf die steilen Straßenschluchten von Big Apple zitieren New Yorker Foto- und Stadtgeschichte, sind aber von einer derart fein ziselierten Detailzeichnung und akkuraten Schärfe, dass sie schier mit pulsierender Gegenwart aufgeladen wirken.
Auf diese Weise schafft Christian Popkes ein bewegendes Porträt von New York City, das die Schönheit und den besonderen Charakter dieses faszinierenden, einmaligen Ortes auf großartige Weise neu einfängt und sinnlich herausarbeitet. Seine Bilder erzählen eine Geschichte von Stärke, Widerstandsfähigkeit und Unvergänglichkeit, die man New York immer zugegen, aber schon lange nicht mehr in Fotografien dieser Art gesehen hat.

Stephan Reisner