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Mit der Serie Sky lösen Andrey Yakovlev und Lili Aleeva ihre Bildwelten von historischen Referenzen und verlagern sie in einen offenen, fast grenzenlosen Raum. Während frühere Arbeiten stark aus… weiterlesen
Vita Interview
Mit der Serie Sky lösen Andrey Yakovlev und Lili Aleeva ihre Bildwelten von historischen Referenzen und verlagern sie in einen offenen, fast grenzenlosen Raum. Während frühere Arbeiten stark aus der Kunstgeschichte schöpften, entsteht hier eine neue Form von Inszenierung: reduziert, leicht, entmaterialisiert.
Der Himmel wird zur Bühne. Figuren schweben, balancieren oder verharren in Zuständen zwischen Bewegung und Stillstand. Elemente wie Wasser, Vögel oder Landschaft treten hinzu und erweitern die Szenerie um Assoziationen von Freiheit und Weite.
In „Sky. Dreams“ verbindet sich etwa fotografische Inszenierung mit collageartigen Elementen zu einer Form romantischen Realismus: Ein Segelflugzeug wird zum Bild für Aufbruch und kindliche Vorstellungskraft, während Figuren zwischen Beobachtung und Handlung positioniert sind. Eine Logik, die in „Sky. Flight“ ins Surreale kippt: Schwimmbewegungen im offenen Himmel erzeugen die Illusion von Flug und unterlaufen physische Logik.
Dabei bleibt die präzise Choreografie der Körper zentral. Gesten, Blickrichtungen und Konstellationen erzeugen Bedeutung – nicht durch erzählerische Dichte, sondern durch Reduktion. Die Motive wirken klar und zugleich entrückt, vertraut und doch unmöglich.
Sky erweitert das Werk des Künstlerduos um eine neue Leichtigkeit: weniger Referenz, mehr Imagination. Weniger Zitat, mehr Zustand – ein Schwebezustand, durchzogen von Neugier und Leichtigkeit, jenseits fester Zuschreibung.
Die Werke der Triumph of Form-Serie sind von den großen Meistern der Kunstgeschichte angeregt. Darin lässt sich das Moskauer Künstlerpaar Andrey Yakovlev & Lili Aleeva von berühmten Gemälden und kunstgeschichtlichen Stilrichtungen inspirieren, um neue und faszinierende Fotografien zu erschaffen. So treten sie in einen künstlerischen Dialog mit Vermeers „Mädchen mit Perlohrring“ (1665) und verwandeln das zentrale, namensgebende Element aus diesem weltberühmten Kunstwerk in ein Ziffernblatt ohne Zeiger. Diese sinnbildliche Zeitlosigkeit wird vor dem konstruktivistischen Hintergrund zu einem außergewöhnlichen Erlebnis, das den Betrachter über verschiedene Epochen der Kulturgeschichte trägt. Ähnlich bei Sisters, das spannende Anleihen bei einem Gemälde aus dem Louvre macht: „Gabrielle d’Estrées und eine ihrer Schwestern“ (1594). Yakovlev & Aleeva statten es dekorativ neu aus und färben es mit einer innovativen Farbpalette ein. Lichter, Tönungen, Gesten, graphische Elemente, nicht zuletzt die Blicke der Protagonistinnen im Bad bergen dabei ein abwechslungsreiches referentielles Spiel mit dem Original. Eine große Quelle der Inspiration waren zudem die Arbeiten der glamourös-melancholischen Malerin Tamara de Lempickas, die in den 1920er und 30er Jahren für ihre Art Déco Portraits von Aristokraten und Mitgliedern der oberen Gesellschaftsschichten berühmt war. In ihrer großen Vielfalt geht die Triumph of Form-Serie über die einzelnen Epochen der Kunstgeschichte hinaus und erschafft einen üppigen Bilderkosmos, der vom 16. bis ins 20. Jahrhundert reicht und den Betrachter sogleich in seinen Bann zieht.
Sujets aus der klassischen Malerei, niederländischen Stillleben, traditioneller Volkskunst und Einflüsse aus der Art Déco treffen auf High Fashion. Mit solch ungewöhnlichen Kompositionen hat sich das Künstlerpaar Andrey Yakovlev und Lili Aleeva international etabliert. Die gemeinsame Arbeit bindet beide Talente gleichermaßen mit ein. Während sie als Art Director Szenerien entwirft und ausstattet, ist er für die fotografische Umsetzung zuständig.
Klare Gesichtszüge, ein bestechender Blick. Kleid, Kopftuch und Lippen in eindrucksvollem Rot: So simpel die Fotografie „Girl with a Fish“ benannt ist, scheint zunächst auch ihr Bildaufbau. Finessen der Künstler lassen sich erst auf den zweiten Blick entdecken. Denn die silbrige Dorade liegt auf nichts geringerem als auf einem seidenen Papier, das mit dem bekannten Louis Vuitton Emblem verziert ist. Farbgebung, Komposition und Materialität offenbaren Bezüge zur russischen Avantgarde. Inspiration beziehen Andrey Yakovlev und Lili Aleeva auch von Kusma Sergejewitsch Petrow-Wodkin, an dessen „Girl in red headscarf“ man sich besonders erinnert fühlt.
Während „Girl with a Fish“ gerade durch klare Reduktion besticht, zeichnen sich weitere Arbeiten der Werkreihe „Gallery“ durch eine opulente Bildgestaltung aus. Vor der Folie eines gedeckten Tisches voller kulinarischer Köstlichkeiten inszenieren die beiden Künstler zwei klassische Schönheiten in seidigen Kleidern. Dem Betrachter zugewandt, bleiben die Modelle in den Fotografien rätselhaft und geheimnisvoll. Kein Detail scheint zufällig, in sorgfältiger Draperie ergänzen auch Vorhang und Tischdecke die Komposition. Diese Sujets des Künstlerpaares lassen sich wiederum an die Gemälde Jan Vermeers oder Pieter Claeszs anschließen.
| 1962 | geboren in Izhevsk, Russland |
| seit 1980 | als professioneller Fotograf tätig |
| 1991 | Eröffnung des eigenen Fotostudios |
| seit 1998 | mit Art Director Lili Aleeva liiert |
| lebt und arbeitet in Moskau als freischaffender Fotograf |
| 2011 | Goldene Medaille im Wettbewerb Super Circuit Trierenberg |
| 2006 | Erster Preis bei dem Moskauer Werbefoto-Wettbewerb „Profi“ |
| 1990 | Zwei Auszeichnungen als bester Fotograf im Fotowettbewerb der Fotokünstler Russlands |