5 FRAGEN AN:
ANDREI NICOLESCU
Architektur, Grafikdesign, Illustration – Andrei Nicolescu verbindet alles zu einer Bildsprache mit internationalem Wiedererkennungswert. Im Interview spricht er über Inspiration, die Kunst der Verdichtung und über Geschichten, die über den Bildrand hinausgehen.
Wo finden Sie Ihre Kunst?
Überall, wo Ideen pulsieren: in Jazzakkorden, Kinobildern, Romanfiguren – und in der eigenen Vorstellung. Ich sammle Fragmente, bis sie als Farbe, Form oder Textur zueinanderfinden.
Von der ersten Idee zum finalen Bild – wie läuft das ab?
Mein Architekturstudium gibt mir Struktur: recherchieren, verdichten, skizzieren. Erst wenn das Konzept atmet, lasse ich die Linien tanzen. So bleiben selbst spontane Gesten logisch verankert.
Ihre Szenen wirken wie Ausschnitte aus einem Film. Was passiert außerhalb des Rahmens?
Ich male Pausen, keine Enden. Jeder Bildrand ist eine Einladung, die Geschichte selbst weiterzuschreiben. Wenn ein Betrachter spürt, dass jenseits des Rahmens Wind weht, ist das Werk lebendig.
Grafikdesign, Illustration, Architektur – welches Prinzip verbindet alles?
Reduktion. Ob Grundriss oder Porträt: Ich suche die Essenz, nicht die Ornamentik. Geometrie trifft Empathie – die harte Kante braucht ein weiches Herz, sonst bleibt sie kalt.
Das Album Ihres Lebens – wie sähe das Cover aus?
Ein monochromes Quadrat, von einer einzigen Neonlinie durchbrochen. Dort, wo Ruhe zur Idee wird und Idee zu Klang, versteht man: Architektur klingt manchmal am stärksten, wenn sie in Farbe spricht.
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