Jutta von Günter Rössler

Jutta

1973 / 2006 GRO10
Grösse:
60 x 55,9
Bestseller
Ausführung/Rahmung
Passepartoutrahmen Hamburg
Profilbreite 20 mm, Kanadischer Ahorn braun, 90 x 85,9 cm (Außenmaß) Auf Premium Papier (matt) ohne Kaschierung oder Rahmen, wird gerollt versendet.
Profilbreite 20 mm, Kanadischer Ahorn braun, 90 x 85,9 cm (Außenmaß)
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HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Über die Unterschiede zwischen Ost und West in Deutschland ist viel gesprochen und geschrieben worden, und auch das Thema Nacktsein wurde dabei nicht ausgespart. Die Selbstverständlichkeit, mit der man im Osten dem Nackten im privaten Raum begegnete, wurde im Westen nie erreicht. Das fand auch seinen Niederschlag in der Aktfotografie. Die westliche Subjektive Fotografie seit den 50er Jahren steigerte sich gerade beim Akt in eine extreme Abstraktion, die die Körper zu grafischen Kompositionen stilisierte, denen man alle Erotik ausgetrieben hatte. „Man reduziert den Akt auf charakteristische Grundformen, zu entindividualisierenden Symbolen des weiblichen Körpers, bis er nur noch den materiellen Vorwurf, ein Bauelement der Bildkomposition darstellt“, forderte Otto Steinert 1954. „Der knappe Bildschnitt mit Verzicht auf die Abbildung des Kopfes (…) entrückt diese Aufnahmen weiter der Sphäre aller persönlichen und erotischen Vorstellungen.“ Wirft man einen Blick auf die Fotografie des Leipziger Fotografen Günter Rössler (*1926), dann erscheinen sie geradezu als eine trotzige Antithese zur Diktion des berühmten Professors für Fotografie aus Essen. Mit großer Gelassenheit präsentiert Rössler seine Hommage an die Sinnlichkeit und wünscht sich bei seinem Publikum nicht nur ästhetisches Feingefühl, sondern auch eine ordentliche Portion Emotionen. Er will mehr als formales Schattenspiel ohne bei diesem Mehr gleich zu provozieren, wie es Helmut Newton oder Robert Mapplethorpe taten. Sein Ansatz ist durch und durch am klassischen Akt ausgerichtet, und beinhaltet die Weigerung, die Modelle vollkommen zu Objekten zu machen. Stattdessen integriert er ihre Individualität ins Bild und ist damit längst selbst zum Klassiker geworden. Die Ergebnisse überzeugen als leidenschaftliche Würdigung an den weiblichen Körper, als Stationen auf der Suche nach Schönheit und Jugend.

Dr. Boris von Brauchitsch
VITA
1926 geboren in Leipzig
1946Fotolaborant in Bad Nauheim
1947-1951Fotografiestudium an der Akademie Leipzig, der späteren Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, bei Prof. Johannes Widmann
seit 1951Mode- und Werbefotograf im In- und Ausland
1956Mitbegründer der action fotografie
1972Konzentration auf Aktfotografie
1979Initiator des 1. Akt-Pleinairs der DDR in Höfgen
1981Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR
1991Mitbegründer der Fotomodellagentur VOILÀ!
1996Berufung in die Deutsche Gesellschaft  für Photographie DGPh Köln/ Mitglied im Bund Bildender Künstler Leipzig
2012gestorben in Leipzig

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